Brauche ich eine PWA für mein Unternehmen?

Bei der Entscheidung zwischen einer nativen App und einer Web-App gibt es zwar viele Faktoren zu berücksichtigen, aber die wichtigsten sind die Art der App und die Häufigkeit, mit der die Benutzer sie nutzen werden. Nicht zuletzt spielen die zu erwartenden Kosten für die Entwicklung eine entscheidende Rolle.

Angenommen, Sie möchten ein ausgefallenes Spiel oder eine rechenintensive Anwendung entwickeln, dann ist eine Webanwendung nicht die richtige Lösung, und eine systemeigene Anwendung ist sicherlich der richtige Weg, da sie Ihnen einen besseren Zugang zu den Hardware-Funktionen bietet.

Wenn Ihre Anwendung hingegen nur einige traditionelle native Funktionen wie Benachrichtigungen, Offline-Arbeiten und das Hinzufügen eines Symbols zum Startbildschirm verwenden soll, dann ist eine PWA vielleicht die richtige Lösung.
In der Tat gibt es viele beliebte Anwendungen im App Store, die als PWA umgeschrieben werden könnten, ohne dass die Funktionalität darunter leidet.

Wenn Sie bereits eine native App haben, könnten Sie außerdem in Erwägung ziehen, Ihre Website auf PWA zu aktualisieren und alles zu synchronisieren, um mehr Kanäle zu erhalten, über die Sie Ihre Kunden erreichen können.
Auch wenn Sie jetzt keine haben, ist es keine schlechte Idee, eine PWA in Betracht zu ziehen, aber denken Sie daran, dass es immer einen Kompromiss gibt.

Brauchen Sie wirklich eine native Anwendung?

Mit der neuen Progressive Web Application (PWA)-Technologie können Nutzer nun offline auf einige Webanwendungen zugreifen.
Jetzt bieten PWAs mehr native Funktionen als je zuvor, wie z.B. Offline-Modus, lokale Benachrichtigungen, lokaler Speicher, Home-Screen-Installation und Hintergrundsynchronisation.
Das ist weit entfernt von dem ersten fesselnden und einfachen Snake-Spiel auf dem Nokia 6110.
Vor zehn Jahren stellte Apple-Gründer Steve Jobs ein Kommunikationsgerät vor, das die Welt veränderte: das iPhone. Seitdem ist die Art und Weise, wie Menschen auf der ganzen Welt mit ihren Telefonen umgehen, nicht mehr dieselbe. Sogar die Form der Smartphones anderer Unternehmen wurde vom ersten iPhone beeinflusst – ein rechteckiges Gerät mit einem großen Bildschirm.

Im Jahr 2007 stellten einige von ihnen Telefone mit großen Bildschirmen her, aber die Nutzung war durch den Stift und das schlechte Design eingeschränkt.
Damals führte Apple einen riesigen Multi-Touch-Bildschirm für sein kommerzielles Produkt ein, der die Lesbarkeit verbesserte und den Menschen eine neue Art der Interaktion mit ihren Telefonen ermöglichte. Etwa zur gleichen Zeit begannen die Menschen, über ihre Telefone auf das Internet zuzugreifen. Das iPhone erleichterte das Surfen auf Webseiten, die damals noch nicht sehr reaktionsschnell waren. Das iPhone der ersten Generation war mit Programmen wie Kalender, Wetter und Karten ausgestattet, bot aber nicht die Möglichkeit, neue Programme zu installieren, was die Möglichkeiten des Telefons einschränkte.
Die Menschen suchten also nach weiteren Apps, die ihre Bedürfnisse erfüllen, und eine mobile Web-App schien der richtige Weg zu sein. Mit dem Beginn der neuen Ära des mobilen Internets wurden verschiedene Apps entwickelt. Einige Entwickler haben sogar ein einfaches Spiel entwickelt, das nahtlos in dem HTML-fähigen Webbrowser gespielt werden kann, der mit dem iPhone geliefert wurde. Auf dem iPhone konnten die Nutzer die Anwendung an den Startbildschirm anheften, wodurch die Webanwendung viel mehr wie eine native Anwendung aussah.

So stellte Steve Jobs das iPhone vor 10 Jahren vor:

Bild Carl Berkeley von der Riverside California


Nach dem jahrelangen Erfolg des iPhones veröffentlichte Apple eine neue Hauptversion des Betriebssystems, das iPhone OS 2.0, das Anwendungen von Drittanbietern über den Apple App Store unterstützte.
Im selben Jahr veröffentlichte Google auch sein erstes Android-Betriebssystem, das mit Google-Diensten und der Möglichkeit ausgestattet ist, Apps aus dem Android Market oder Google Play Store herunterzuladen und zu installieren.
Mit diesen beiden Aktivitäten begann offiziell die Ära der mobilen Anwendungen.
Drei Tage nachdem Apple den Zugang zum App Store freigegeben hatte, wurden 800 iOS-Apps in den Store geschoben und 10.000.000 Downloads getätigt.

Diese Zahl wuchs bis 2021 auf mehr als 2,23 Millionen iOS-Apps und mehr als 35 Milliarden Downloads. Dies spiegelt die schiere Menge an Apps wider, die von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt bereitgestellt und genutzt werden. Apps aller Art kursierten nun auf dem Markt. Mit der Einführung des mobilen Hochgeschwindigkeits-Internets ging dies schneller als zuvor. Die meisten Aufgaben konnten nun vollständig durch ein Smartphone ersetzt werden, denn es gab Apps für alles.


Auch Unternehmen erfüllten schnell die Bedürfnisse ihrer Kunden und entwickelten Apps für Notizen, Bankgeschäfte, Aktienhandel und Unterhaltung. Große Unternehmen hatten ihre eigenen Apps sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store, und in letzter Zeit wollten auch alle anderen Unternehmen ihre eigene App haben.

Die Menschen mussten sich daran gewöhnen, etwas aus dem App-Store herunterzuladen, es auszuprobieren und dann gelegentlich wieder zu löschen. Dieser Zyklus dauert nun schon seit Jahren an, und es sieht so aus, als würde die Bewegung bald enden. Die Menschen haben erkannt, dass sie oft nur einige wenige Apps nutzen und diese auf ihrem Telefon behalten.
Jüngsten Untersuchungen von comScore Mobile Matrix zufolge verbringt ein Nutzer im Durchschnitt jeden Monat 80 % der Zeit mit seinen drei wichtigsten Apps, ohne dass andere Apps heruntergeladen werden.

Warum macht man sich dann noch die Mühe, eine neue App herunterzuladen, sie einmal zu benutzen und dann zu deinstallieren?


Die Hotelbuchung ist ein gutes Beispiel dafür. Normalerweise reisen die meisten Menschen nicht viel im Jahr, aber die meisten Hotelbuchungsagenturen bieten ihre eigene App an, und viele Menschen laden sie herunter, nutzen sie einmal und deinstallieren sie dann nach der Reise.

Benutzererfahrung ist der Knackpunkt

Aber warum laden die Nutzer trotzdem native Apps herunter?
Die wichtigste Antwort auf diese Frage ist die Nutzererfahrung.
Wenn man eine mobile App und eine Web-App vergleicht, kann eine native mobile App eine bessere Benutzererfahrung für den Einzelnen bieten. Eine native App kann auf alle Funktionen und Sensoren eines mobilen Geräts zugreifen, während eine mobile Web-App nur einige wenige Funktionen der Webbrowser-API nutzen kann.

appstore

Sobald die native App auf dem Telefon installiert ist, können die Nutzer jederzeit auf ihre Daten zugreifen – auch wenn sie offline sind (sofern die App dies unterstützt) – während für die mobile Web-App das Internet erforderlich ist.
Benachrichtigungen sind eine weitere großartige Funktion, die den mobilen Webanwendungen zum Verhängnis wird, da die Benutzer nicht benachrichtigt werden können, wenn sie den Webbrowser verlassen.
Der letzte Punkt ist die Geschwindigkeit: Die Menschen warten nicht gerne und müssen die lokale mobile App nicht öffnen, aber es dauert einige Zeit, bis die Web-App geladen ist.
Die Vorteile der neuen, von modernen Webbrowsern unterstützten Funktionen könnten jedoch genutzt werden, um alle Beschränkungen mobiler Webanwendungen aufzuheben.
Auf diese Weise haben die Nutzer das gleiche Erlebnis, wenn sie eine native mobile App oder eine mobile Web-App verwenden.

PWAs heute

Inzwischen haben Progressive Apps die 2 wichtigsten Aspekte der Nutzerfahrung vollständig integriert. Aktuelle PWAs funktionieren durch Caching-Technologie auch hervorragend Offline und durch verschiedene Dienste (OneSignal, Firebase) können Push-Notifications (Benachrichtigungen) verwirklicht werden. Es gibt also für haupsächlich repräsentative Apps, die auch als Webseite funktionieren keinen Grund mehr nicht auf PWAs als App-Entwicklungs-Technik zu setzen. Ebenfalls nicht unerheblich sind die wesentlich niedrigeren Entwicklungskosten. PWAs sind auch für kleinere Unternehmen, bsplw. Restaurants, vollständig erschwinglich und finanzierbar.

Auch die Hürde der Veröffentlichung ausschließlich in den App Stores, mit nicht zu unterschätzenden Anforderungen fällt bei PWAs weg. Der wichtigste Verbreitungsweg ist der Weg über die URL (https://url.de). Die meisten Unternehmen haben Aufmerksamkeit und damit Markertinganstrengungen sowieso auf diesen Kernfaktor gerichtet. Mit einer PWA hat der Nutzer aber nun die Möglichkeit die Webseite als App direkt auf seinem Smartphone zu installierten, diese auch offline zu nutzen und bei Neuigkeiten entsprechend informiert zu werden.

In diesem Szenario ist übrigens eine Onlineshop ( 1 | 2 | 3 ) sehr gut und unter akzeptablem Kosten umzusetzen. Der Kunde hat den Shop nur ein Klick entfernt direkt auf seinem Smartphone, bei neuen Produkten, Versandmitteilung, Lieferbestandsmeldungen etc. wird er direkt informiert und er kann auch offline in Shop stöbern.

Das sind eingie der Gründe, warum für viele Unternehmen eine PWA zumindest in die strategische Marketingplanung eingebaut werden sollte. Sie brauchen mehr Input?

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Tom Scharlock
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